Asociación in Toledo

In Toledo ist die Situation anders als in Aachen: Die Stadt hat (wie Aachen auch) mehrere Partnerstädte. Den aktivsten Austausch gibt es seit 75 Jahren mit Toledo im Bundesstaat Ohio in den USA. Neben Aachen ist die Partnerschaft mit Agen in Südfrankreich recht lebendig – „Aachen“ und „Agen“ klingt in den Ohren der Toledaner sehr ähnlich, deshalb ist die spanische Bezeichnung von Aachen, „Aquisgrán“ für die Menschen in Toledo weniger verwirrend.
Um die Pflege der Städtepartnerschaften kümmert sich in Toledo die „Asociación para las Relaciones Interciudades Alfonso X el Sabio“, die von Señora Maria del Sagrario Diaz Verdúguez (genannt „Maruchi“) geleitet wird. Auch wenn man berücksichtigt, dass Aachen gut drei mal so viele Einwohner hat wie Toledo, ist eine „partnerschaftliche Schieflage“ vorprogrammiert und kann zu gewissen Frustrationen und der Befürchtung beitragen, dass das Interesse stärker von Aachen nach Toledo fließt als umgekehrt. Hinzu kommt das eher seltene Interesse in Spanien, Deutsch zu lernen, während Spanisch bei uns gerade den 2. Platz in der Fremdsprachenpräferenz (hinter Englisch) zu erobern beginnt. Der Schüler- und Studentenaustausch ist nur sporadisch zwischen Aachen und Toledo. Der universitäre Austausch ist u.a. schwierig durch die unterschiedlichen Fächer – Technische Hochschule hier (RWTH), geisteswissenschaftliche Dominanz an der Universität dort (UCLM).
TROTZALLEDEM: Wachsende freundschaftliche Kontakte zwischen Aachenern und Toledanern können die institutionelle Schieflage etwas ausgleichen. Wir arbeiten daran!


pablo

Besuch von Pablo Gomez und Freunden aus Toledo in Aachen (Juli 2005)

 

"Besuch des Vorstands vom 5.-9.10.05 in Toledo:

Der "Antrittsbesuch" des neuen Vorstands in Toledo wurde dort sehr gewürdigt: Unsere toledaner Partner hatten ein volles Kontakt- und Besichtigungsprogramm zusammengestellt. Eine Konferenz beim Bürgermeister gab uns Gelegenheit, die Intensivierung der Zusammenarbeit auf Seiten der offiziellen Stellen in  Toledo anzusprechen. Wir wurden in Privathäuser eingeladen - keine Selbstverständlichkeit in Spanien . Es gab neue Begegnungen, neue Ideen für unsere Mitglieder, wenig Schlaf, wunde Füsse, viel zu essen und viel zu lachen...